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Ein Stück Gründerzeit erfindet sich neu – die baukult Machbarkeitsstudie zeichnet den Weg vor

Machbarkeitsstudie Sanierung Zinshaus wien baukult g3

Im Zentrum unserer Machbarkeitsstudie steht ein Eckhaus, Baujahr 1872. Wir zeigen in der Studie etwas, das in Wien noch viel zu selten passiert: die finanziell mögliche, ökologisch wertvolle und architektonisch attraktive Altbausanierung. Das dreigeschossige Wohnhaus mit Geschäftslokalen im Erdgeschoß steht stellvertretend für eine Generation von Gebäuden, die lange übersehen wurden. Bis die Klimakrise und die Energiekrise aufeinandertrafen. Nun ist schnelles Handeln angesagt ist.

Für das Objekt liegt nun ein umfassendes Sanierungskonzept vor, damit die Eigentümer:innen wissen, wie aus Gasthermen, schimmeligen Kellergewölben und alten Kastenfenstern ein zeitgemäßes, klimaneutrales Wohnhaus werden kann.

Die Vision: Dekarbonisierung für das ganze Haus

Das Konzept stammt von der baukult ZT GmbH in Kooperation mit e7 energy innovation & engineering. Die Eigentümerfamilie verfolgt ein Ziel, das über reine Energieeffizienz hinausgeht: Ein Haus, das einerseits weniger Energie verbraucht und darüber hinaus ein besseres Miteinander schafft. Alle Bewohner:innen sollen nach der Sanierung von zentraler Wärmeversorgung, begrünten Fassaden und einer neuen Innenhofgestaltung profitieren.

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Bild (c) baukult, erstellt mit ChatGPT nach Originalfoto des Objekts

Die thermische Sanierung umfasst Dämmung, Fenstertausch und die Erneuerung der obersten Geschossdecke. Die bisherige Gasheizung soll durch ein Wärmepumpensystem ersetzt werden – wahlweise über Luft oder Erdsonden.

Beide Varianten wurden technisch und wirtschaftlich durchgerechnet; die Erdsondenlösung gilt als effizienter, die Luftvariante als einfacher umzusetzen. Ein zentraler Technikraum im Keller, Leitungen über stillgelegte Kamine und die Vorbereitung auf künftige Kühlung komplettieren das neue Energiesystem.

Energieautarkie auf Wienerisch

Besonders innovativ ist die geplante Photovoltaikanlage: Bis zu 30 Kilowatt-Peak Leistung könnten auf dem Dach installiert werden. Laut Berechnungen lassen sich damit jährlich rund 25.000 Kilowattstunden Strom erzeugen, um Wärmepumpe und Allgemeinstrom teilweise zu decken. Bei optimaler Nutzung amortisiert sich die Anlage nach etwa zehn Jahren. Auch die Sommertauglichkeit wurde berücksichtigt: Außenjalousien sollen Hitze abhalten, die Begrünung an der Hoffassade sorgt für Mikroklima. Eine dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung wird als Beitrag zum Wohnkomfort empfohlen.

Machbarkeitsstudie: Soziale Nachhaltigkeit im Mietobjekt

Die Sanierung ist der Start für eine langfristige Investition in den Bestand. Statt auf die Errichtung von Luxuswohnungen setzen die Eigentümer:innen auf Aufwertung im Sinne der Bewohner:innen. Die heterogene Mieter:innenstruktur – „Alteingesessene“ wohnen Tür an Tür mit jungen Zuzügler:innen – soll erhalten bleiben.

Förderkulisse und Realität

Gefördert wird das Projekt über Landes- und Bundesprogramme, die Sanierungen und Wärmepumpenumstellungen unterstützen. Doch wie in vielen Fällen zeigt sich: Die Förderlandschaft ist komplex, und die Umsetzung verlangt eine genaue Abstimmung zwischen technischer Machbarkeit, Genehmigungen und finanzieller Tragfähigkeit.

Die Kostenschätzung für die Variante mit Sole-Wasser-Wärmepumpe liegt bei rund 1,14 Millionen Euro Nettoherstellungskosten. Das klingt nach viel, relativiert sich aber, wenn man bedenkt, dass damit ein Gründerzeithaus aus der Gasabhängigkeit befreit und für die kommenden Jahrzehnte energetisch generationenfit wird.

Auch die nicht rückzahlbaren Förderungen von in Summe rd. 450.000 von Bund und Land sind hier noch abzuziehen > es verbleiben daher für die Eigentümer:innen rund 700.000,- Euro Nettoherstellungskosten.

Das ist der Betrag inkl. thermischer Sanierung (= Dämmung), Dekarbonisierung (Raus aus Öl und Gas mit einer Sole/Wasser-Wärmepumpe, Begrünung, Aufzug, Photovoltaik an der Feuermauer (ja das geht!!!) und Loggien.

Benötigen Sie eine Förderberatung für Ihre Zinshaus-Sanierung? Wir helfen Ihnen. Werden Sie Teilnehmer:in in unserem Projekt „Gründerzeithaus-Sanierungsrechner“.

Signalwirkung für ähnliche Altbau-Immobilien

In Wien gibt es Tausende solcher Gebäude. Viele davon könnten ähnlich saniert werden. Vorausgesetzt, Eigentümer:innen, Förderstellen und Planer:innen arbeiten zusammen. Das vorliegende Konzept zeigt, dass Klimaschutz und Bestandserhalt Hand in Hand gehen können und sollten. Es geht uns als Ersteller:innen der Sanierungskonzepte und Machbarkeitsstudie weniger um eine Revolution als um eine Evolution der Stadt. Wien legt langsam, aber sicher die fossilen Altlasten ab und wird diese Umstellung idealerweise im Jahr 2040 abgeschlossen haben.

Haben Sie eine sanierungsreife Altbau-Immobilie?

Melden Sie sich als Teilnehmer:in in unserem neuen Projekt Gründerzeithaus-Sanierungsrechner.

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