Gebäudesanierung wird besonders in einer Großstadt wie Wien zum wichtigen Gamechanger in Hinblick auf das Erreichen der Klimaziele und eine generationenfitte, nachhaltige Zukunft. Als Spezialist:innen für Altbausanierung und die Entwicklung von Gründerzeithäusern sehen wir in den neuen Förderrichtlinien sehr viel Potenzial. Denn ab 1. 3. 2024 können auch Mieter:innen für die Dekarbonisierung ihrer Haushalte Fördermittel beantragen – nicht nur, um Energiekosten zu senken, sondern auch, um einen Beitrag zur Klimaneutralität der Stadt zu leisten. Die Sanierungs- und Dekarbonisierungsverordnung 2024 stellt einen entscheidenden Schritt in Richtung einer nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Zukunft dar.
Die Notwendigkeit einer umfassenden Gebäudesanierung
Eines ist unbestritten: Gebäude sind für einen erheblichen Teil des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen verantwortlich. Eine umfassende Sanierung von Häusern, aber auch einzelnen Wohnungen bietet daher eine einzigartige Chance, Energieeffizienz zu steigern und den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Von der Dämmung über die Fenstererneuerung bis hin zur Installation moderner Heizsysteme – die Möglichkeiten sind vielfältig.
Fördertöpfe aufgefüllt
Die Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen ist oft mit hohen Kosten verbunden. Die Förderungen für Sanierungsmaßnahmen wurden mit Beschluss des Gemeinderates am 31.1.2024 auf insgesamt 260 Millionen Euro erhöht. Durch diese finanzielle Unterstützung werden notwendige Sanierungsarbeiten für viele Immobilienbesitzer:innen erleichtert. Die neue Sanierungs- und Dekarbonisierungsverordnung tritt mit 1. März 2024 in Kraft und sieht vor, dass sowohl umfassende Sanierungen als auch spezifische Maßnahmen wie der Austausch von Heizsystemen oder die Verbesserung des Wärmeschutzes gefördert werden. Hier finden Sie den Entwurf der Verordnung als pdf. (Stand: 15.2.2024)
Dekarbonisierung für eine grüne Zukunft
Neben der Verbesserung der Energieeffizienz spielt die Dekarbonisierung eine zentrale Rolle. Die Umstellung auf erneuerbare Energiequellen und die Reduzierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe sind entscheidende Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Die neue Förderung wird daher auch dezentrale, hocheffiziente Energiesysteme, bekannt als “Mini-Wärmepumpen”, umfassen, falls zentrale Lösungen nicht umsetzbar sind. Darüber hinaus ist geplant, eine Dekarbonisierungsprämie direkt an die Nutzerinnen und Nutzer von Wohnungen auszuzahlen, um die Kosten abzufedern, die bei einer vollständigen Dekarbonisierung einer Wohnung anfallen. Diese Prämie kann von 1.000 Euro auf 1.500 Euro erhöht werden, falls die vollständige Dekarbonisierung einer Wohnung im Zuge einer Heizungsumstellung im gesamten Haus erfolgt.
Bessere Abwicklung für mehr Bezieher:innen
Dass die Förderabwicklung vereinfacht und der Bezieher*innenkreis erweitert wird, soll den Zugang zu Fördermitteln für die Umstellung auf hocheffiziente alternative Energiesysteme erleichtern. Eine Förderung für die Heizungsumstellung kann nun auch erfolgen, ohne dass eine Photovoltaik- (PV) oder Solar-Anlage errichtet werden muss. Zudem entfallen aufwendige Nachweise, die bisher erforderlich waren. Eine weitere Erleichterung stellt der Wegfall des „Vorlauftemperaturdeckels“ bei Wärmepumpen dar, was die Nutzung dieser Technologie vereinfacht.
Auch die „20 Jahres-Regel“, die für die Nachrüstung auf hocheffiziente alternative Energiesysteme sowie für Maßnahmen zur Errichtung geeigneter Sonnenschutzeinrichtungen galt, entfällt. Dies bedeutet, dass nun auch Objekte förderungswürdig sind, deren Baubewilligung weniger als 20 Jahre alt ist, wodurch sich die Anzahl der förderfähigen Objekte deutlich erweitert.
Darüber hinaus wird die Förderung der Kreislaufwirtschaft in der Sanierung verstärkt, um Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit in der Baubranche zu fördern. Die Möglichkeit von Kombinationsförderungen bietet zudem eine flexible und an die individuelle Situation angepasste Gestaltung der Förderung.
Förderungen für Gebäudesanierungen jetzt abholen!
Die Sanierungs- und Dekarbonisierungsverordnung 2024 ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen den Klimawandel. Durch die Förderung von Sanierungsmaßnahmen schafft die Stadt Wien einen Anreiz, in eine nachhaltigere Zukunft zu investieren. Die Vorteile für Bürger:innen liegen auf der Hand: niedrigere Energiekosten, verbesserte Lebensqualität und ein Beitrag zum Schutz unseres Planeten.
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